Novalytica Data & AI Forum 2026: Vom Datenfundament zur intelligenten Organisation

Am 9. September 2026 fand das Novalytica Data & AI Forum in der Swiss Life Arena in Zürich statt. Im Zentrum des Nachmittags standen Praxisbeispiele, aktuelle Entwicklungen und der Austausch darüber, wie Unternehmen Daten und künstliche Intelligenz nachhaltig in ihre Geschäftsprozesse integrieren können.

Die Möglichkeiten rund um Data & AI entwickeln sich rasant. Gleichzeitig zeigte sich im Verlauf des Forums immer wieder: Der erfolgreiche Einsatz von künstlicher Intelligenz beginnt nicht beim einzelnen Modell oder Tool. Entscheidend sind eine verlässliche Datenbasis, eine geeignete technologische Architektur und die Fähigkeit einer Organisation, neue Möglichkeiten sinnvoll in Prozesse und Arbeitsweisen zu integrieren.

Eine solide Datenbasis als Voraussetzung für AI

Ein zentraler Schwerpunkt des Forums war deshalb das Datenfundament. In vielen Unternehmen sind wertvolle Daten zwar vorhanden, liegen jedoch verteilt über unterschiedliche Systeme, Dateien und Fachbereiche. Das erschwert nicht nur Analysen und Reporting, sondern auch den breiteren Einsatz von AI. Eine zentrale Datenplattform schafft hier die Grundlage, um Informationen zu vereinheitlichen, sicher bereitzustellen und für Analytics und AI nutzbar zu machen.

Anhand konkreter Beispiele zeigte das Novalytica Team, wie sich dieser Weg in der Praxis gestalten lässt. Thematisiert wurden unter anderem moderne Datenplattformen, Data Agents, Datenqualität sowie AI-basiertes Document Processing.

Dabei wurde auch deutlich, dass Datenqualität keine Nebenfrage ist. Reporting, Analytics und AI greifen letztlich auf dieselben Daten zurück. Fehlerhafte, veraltete oder inkonsistente Informationen werden durch Automatisierung nicht besser – vielmehr können sich ihre Auswirkungen noch verstärken. Entsprechend wichtig sind klare Prozesse für Datenqualität, Governance und Korrekturen.

Von Datenzugriff zu neuen Formen der Interaktion

Mit einer geeigneten Datenbasis verändern sich auch die Möglichkeiten, wie Mitarbeitende mit Unternehmensdaten arbeiten können. Ein Beispiel dafür sind Data Agents: Anstatt für jede neue Fragestellung eine Auswertung erstellen zu lassen oder sich durch Dashboards zu klicken, können Fragen direkt in natürlicher Sprache an den Datenbestand gestellt werden. Die Antwort kann dabei mit den zugrunde liegenden Daten und passenden Visualisierungen kombiniert werden.

In der Diskussion ging es dabei nicht nur um die technische Machbarkeit. Gerade bei solchen Anwendungen spielen Nachvollziehbarkeit, klare Guardrails und ein gut strukturiertes Datenmodell eine zentrale Rolle. Ebenso wichtig ist die Einführung in der Organisation: Neue Technologien entfalten ihren Nutzen erst dann, wenn sie in Arbeitsabläufe integriert und von den Anwenderinnen und Anwendern akzeptiert werden.

Auch beim AI-basierten Document Processing zeigte sich dieses Prinzip. Der Mehrwert entsteht nicht allein dadurch, dass AI Informationen aus PDFs, Scans oder anderen Dokumenten extrahiert. Entscheidend ist, wie diese Informationen anschliessend validiert, der richtigen Fachlogik zugeordnet und in einen bestehenden Geschäftsprozess eingebettet werden.

AI ist auch eine organisatorische Transformation

Neben Technologie und Daten rückte am Forum insbesondere die organisatorische Dimension in den Fokus. Laurin Bertozzi von Sieber & Partners zeigte auf, dass die technologische Entwicklung häufig schneller voranschreitet als die Anpassungsfähigkeit von Menschen und Organisationen. AI einzuführen bedeutet deshalb mehr als die Implementierung eines neuen Tools. Prozesse, Rollen, Verantwortlichkeiten, Governance und teilweise auch Geschäftsmodelle müssen mitgedacht werden.

Mit zunehmender Autonomie von AI-Systemen verändert sich zudem die Frage der Führung. Während ein Assistant auf Anweisungen reagiert, können Agents zunehmend selbstständig handeln. Damit verschiebt sich die Aufgabe von der Vorgabe einzelner Schritte hin zur Definition von Zielen, Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten.

Auch Claudio Mirti von Microsoft griff diese Entwicklung auf und zeigte, wie moderne Daten- und AI-Architekturen unterschiedliche Informationsquellen, Geschäftskontext und AI-Anwendungen miteinander verbinden. Voraussetzung dafür bleibt eine vereinheitlichte und kontrollierte Datenbasis, auf der intelligente Anwendungen und Agenten aufbauen können.

Praxisperspektiven und persönlicher Austausch

Ergänzt wurden die Fachbeiträge durch zwei Fireside Chats: Marcus Kuhn, CFO der ZSC Lions, gab Einblicke in das Thema Data Analytics, während Joachim Suter, Head IT bei Bindella, Erfahrungen aus der digitalen Transformation einbrachte. Damit verband das Forum technologische Perspektiven mit konkreten Erfahrungen aus dem Unternehmensalltag.

Ein grosser Dank gilt unseren Speakern Marcus Kuhn (ZSC Lions), Laurin Bertozzi (Sieber & Partners), Joachim Suter (Bindella) und Claudio Mirti (Microsoft) sowie Thomas Spycher, André Kaderli, Corina Spreiter, Massimo Mannino und Anna-Lena Klaus von Novalytica für ihre Beiträge und Perspektiven.

Ebenso bedanken wir uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die Fragen, Diskussionen und den persönlichen Austausch während des Forums und beim anschliessenden Apéro. Ein herzliches Dankeschön geht zudem an die ZSC Lions für die Gastfreundschaft in der Swiss Life Arena.

Das Forum hat gezeigt: Die entscheidende Frage ist längst nicht mehr nur, was mit AI technisch möglich ist. Mindestens ebenso relevant ist, auf welchem Datenfundament diese Möglichkeiten aufbauen, wie sie in bestehende Prozesse integriert werden und welchen konkreten Mehrwert sie für Unternehmen und Mitarbeitende schaffen.

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